Barfußpfad nach Feng Shui

Im Einklang mit sich und der Natur

Wir leben in einer schnelllebigen Gesellschaft. Gradlinigkeit, Ruhelosigkeit prägen unser Leben. Wer am Zahn der Zeit sein will, nutzt schnelle Verkehrswege, schnelle Kommunikationsmittel, schnelles Essen und gönnt sich nur selten Ruhe. Nach Feng Shui Kriterien müssen wir feststellen, dass wir nicht im Einklang von Yin und Yang leben.

Das alte chinesische Symbol, die Monade, beschreibt die immerwährende Wechselbeziehung zwischen Yin und Yang. Unser Leben ist oft sehr Yang-betont. Yang verkörpert Erregung, Rastlosigkeit, Wandel und Schnelligkeit, so dass ein Ausgleich durch Yin-betonte Aktivitäten dringend benötigt wird. Yin Qualitäten sind zum Beispiel Langsamkeit, Bedächtigkeit, bewusstes und wohl überlegtes Handeln. Nur wenn beide Qualitäten gelebt werden, ist unser Leben vollständig.

Der Barfußpfad im Gesundheitsbereich bietet die Möglichkeit, sich Zeit zu nehmen, die schöne Natur zu genießen, sich selbst wahrzunehmen und ungestört zu besinnen.

5 Stationen, gestaltet nach den 5 Elementen des Feng Shui

Aus dem Prinzip des Yin und Yang entwickelte sich im Feng Shui die Idee der 5 Wandlungsphasen, auch bezeichnet als 5 Elemente. Jedes Element trägt Yin und Yang Qualitäten in unterschiedlicher Ausprägung in sich. Der Barfußpfad ist in 5 Bereiche unterteilt, die jeweils für eines der 5 Elemente stehen.

Metall

Das Element Metall steht für Rückzug, Konzentration, Meditation und Innehalten. Ihm werden Attribute wie Ruhe und Entspannung, Selbstreflexion und Weisheit zugeordnet. Das optimale Element für den Beginn eines Weges, um sich bewußt auf die kommenden Erlebnisse einzustellen.

Im Eingangsbereich symbolisieren die markante Trockenmauer und der runde Platz das Element Metall. Umgeben von der üppigen Bepflanzung wirkt diese Platzsituation einladend und macht Lust den Pfad zu erkunden. Geschützt durch die Mauer und die umschließende Hainbuchenhecke erhält der Besucher die Möglichkeit innezuhalten.

Runder Kies als Belagmaterial dominiert den Eingangsbereich und die erste Wegstrecke des Pfades. In der Korngröße variierend, zieht sich der Kies bis in die angrenzende Bepflanzung. Die Farbe Weiß bestimmt das Bild und die ausgewählten Pflanzen setzen in ihrer Gestalt und Anordnung die runde Form des Elementes Metall fort.

Wasser

Das Element Wasser steht für das "Mit sich selbst im Fluss sein". Es gehört genau wie das Metall zu den Yin-betonten Elementen und ist das wandlungsfähigste Element. Wasser wird mit den Eigenschaften Kommunikation und Zuhören als auch mit Rückzug und Sinnsuche verknüpft.

Umgesetzt wird das Element Wasser durch die Verwendung der Farbe Blau und den amorphen Strukturen. Blau-violett blühender Lavendel und Salbei dominieren die Bepflanzung, wellenförmig "fließen" sie entlang des Weges. Durch den betörenden Duft sprechen sie wohltuend unsere Geruchsnerven an.

Holz

Die Wandlungsphase Holz steht für eine aufstrebende, kraftvolle Energie. Hoch wachsender Bambus markiert bereits von weitem sichtbar diese Station des Weges.

Hier ändert der Weg sein Erscheinungsbild völlig. Grüner Bambus löst die bisher blühende, bunte Bepflanzung ab. Führte der Weg bisher durch die Sonne, so verläuft er hier im Schatten. Das Rauschen der Bambusblätter im Wind kommt hinzu. Der Belag wechselt von Stein auf Rindenmulch. In diesem Abschnitt können sich unsere Sinne im sanften Grün des Bambus erholen und neue Energie tanken.

Feuer

Das Element Feuer ist ein Symbol für Begeisterung, Erleuchtung und Spiritualität. Hier wird eine Verbindung zum Himmel geschaffen. Das Feuer wird durch die Farbe Rot symbolisiert. Alles, was exklusiv und sinnlich ist, gehört zu diesem Element wie die duftenden Rosenbüsche.

Das Thema Feuer setzt sich im Wegbelag und der Bepflanzung fort. Ein Teppich aus Tannennadeln und Zapfen bedeckt den Pfad. Zu beiden Seiten wachsen spitze, hoch aufgerichtete Säulenwacholder, Rosen und leuchtend rote Gräser.

Erde

Erde ist das Symbol der Ruhe, Ausgeglichenheit und Fürsorge. Wichtig sind Harmonie, Erdverbundenheit und Stabilität. Dieses Element eignet sich optimal zum Ausruhen. Hier besteht die Möglichkeit für "ruhige Aktivitäten" wie beispielsweise Tai Chi. 

In dem tiefer liegenden bereich, ein ovaler mit Sand gefüllter Platz, kann der Besucher ungestört in seine Gedanken eintauchen. Quadratische Sitzsteine symbolisieren das Element Erde. Geschützt von dem duftenden Blätterdach des Kuchenbaums verbreitet sich ein Gefühl der Ruhe, Ausgeglichenheit und Harmonie. Der Blick schweift in die Weite der Saarauen.

Zurück zum Eingang lädt uns ein alternativer Rundweg ein, das Gebiet um den Wassergraben zu erkunden. Zwischen dem Holz- und Wasserbereich drängt sich ein Weg aus Trittplatten, in dessen Fugen niedrige Duftkräuter wachsen. Der Weg führt leicht gestuft zum Graben hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf, immer umrahmt von höheren Kräutern, Gräsern und blühenden Sträuchern.

Zur Erholung unserer Füße endet der Pfad in einem weichen Rasenweg und führt uns wieder zum Ausgangspunkt.